Buchcovergestaltung: Wie man Texte bedeckt, so liest man sie auch? ;-)

Guten Tag in die Buchmacherrunde,

für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance! Dies ist einer der Sätze, den man immerwieder zu lesen bekommt, wenn es um das Thema Buchcover geht. Entgegensetzen kann man diesem Allgemeinplatz im Grunde genommen nichts. Denn es trifft ja zu, dass der erste Eindruck von großer Wichtigkeit ist. Aber so absolut mag ich persönlich den Eindruck, den ein Cover auf Käufer macht, nicht setzen. Denn wie oft täuscht der erste Eindruck? Dazu kommt, dass Leser eines bestimmten Genres Individuen sind, die persönliche Erwartungen, Erfahrungen, Vorlieben und Abneigungen haben. Aus diesem Grund müssen wir uns trotz aller Sorgfalt bei der Covergestaltung mit der Tatsache abfinden, dass nicht allen, die unser Buch finden, das Cover gefällt. Und es gibt sie wohl tatsächlich noch, die Leser, die Ebooks und Druckausgaben auf Empfehlung, inspiriert durch den Titel, den Klappentext oder nach der Lektüre einer Textprobe kaufen. Sie ist wichtig, die Verpackung oder „Bedeckung“, die so ein Cover ist, aber es ist gut zu wissen, dass eine sorgfältige Covergestaltung nicht alles aber doch schon einmal eine solide Bank ist für den Buchverkauf.

Neues Buch neues Cover! So ist das nun mal. Die Frage der Covergestaltung ist für Selfpublisher aber auch für Verlagsautoren ein timerwiederkehrendes Thema. Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten:
1. Man gestaltet das Cover seines Buches selbst, wenn man eigenes Bildmaterial zur Verfügung hat. Es gibt für Selfpublisher, die es so machen möchten, spezielle Dienstleistungen im Web.

2. Man nutzt die Covergestaltung, die viele der Portale, auf denen man Bücher veröffentlichen kann, bereit halten. Hierbei muss man jedoch bedenken, dass es nur eine begrenzte Zahl veränderbarer Vorlagen gibt, die sich von Portal zu Portal bezogen auf die Menge der Vorlagen und die Möglichkeiten der Veränderbarkeit unterscheiden.

3. Autorinnen und Autoren vergeben einen Auftrag zur Covergestaltung an einen Coverdesigner oder ein Portal, bei dem mehrere Webgraphiker auf die Gestaltung von Büchern spezialisiert sind.

Eine gute Quelle für Grundinformationen rund um das Thema Covergestaltung bietet der folgende Artikel in der Selfpublisherbibel:

http://www.selfpublisherbibel.de/ebook-cover-was-sie-beachten-sollten-wer-es-gestaltet-und-was-es-kostet/. ebenfalls sehr informativ ist auch der Beitrag:
http://www.buchveroeffentlichen.com/buchcover-selbst-gestalten-tipps-fuer-selfpublisher/. In diesem Post wird zusätzlich zu den Tipps bezogen auf die Herangehensweise an das Thema der wichtige Hinweis gegeben, dass Autoren unbedingt beachten müssen, die Rechte am Cover zu erwerben. So kann man auch für selbstgestaltete Cover Standardlizenzen auf den Portalen erwerben, die das Cover dem eigenen Buch zuordnen und sicherstellen, dass man die Rechte an dem Bild oder den Bildern hat.

Selbstverständlich möchte jeder Selfpublisher, dass auch das Cover vielen Lesern gefällt. Es lohnt sich daher, Meinungen einzuholen. So kann man beispielsweise drei ähnliche Cover erstellen oder erstellen lassen und damit eine Abstimmung im Autorenblog durchzuführen. Um die Aktion noch etwas reizvoller zu gestalten, kann man ja eine kleine Verlosung aus der Campagne machen, bei der es als Preise Bücher gibt.

Mir persönlich lässt die Frage nach der Covergestaltung meiner Bücher immer den Angstschweiß ausbrechen. Aber ich denke, ich habe einen einigermaßen guten Weg gefunden, um damit auch im „Blindflug“ zurecht zu kommen. Bei beiden Büchern habe ich Mia Bernauer mit der Covergestaltung beauftragt. Derzeit nimmt sie allerdings unter http://www.buchcover-design.com keine Aufträge entgegen. Sie hatte mir jeweils drei Vorschläge für Cover geschickt. Ich habe in einem Fall Leute aus meinem Umfeld gefragt. Und beim Felicitasprojekt habe ich eine kleine Abstimmung im Hauptblog durchgeführt. Die Bilddatei im JPG-Format, die die meisten Stimmen bekommen hat, bekam den Zuschlag.

Ich gehe davon aus, dass noch lange nicht allen Lesern meine Grundideen gefallen, die Mia Bernauer dankenswerterweise ins Bild gesetzt hat. Die Anspielung auf das Bild, dass Amandas Freund Leo für Amandas Vater gezeichnet hat, die auf dem Cover zu sehen ist, kommt im Buch Orca: Zeit der Schatten, sehr spät. Und auch der Puma, der ins Fenster sieht, der als Motiv für Felicitas: Die ersten sieben Leben eines Pumas, wird auch nicht auf den ersten Seiten des Romans ersichtlich. Manchem gefallen die Ideen vielleicht aber doch. Und man kann auch als Selfpublisher nicht alles selbst machen. Außerdem kann man es auch nie allen recht machen. Ich wünsche Euch viel Vergnügen und Erfolg bei der Covergestaltung, bei der passenden Zudecke für Eure Texte! 😉

Liebe Grüße

Paula Grimm

Advertisements

Autor: Texthase Online

Diesen Blog führe ich seit dem 16. November 2012. Als Autorin benutze ich das Pseudonym Paula Grimm. In diesem Blog findet Ihr nicht nur Prosatexte, Haikus und Essays sondern auch Wissenswertes über das Schreiben, Barrierefreiheit, Internetshops und Webseiten, die ich bei meinen Streifzügen durch das Web finde und alles, was mich privat und beruflich interessiert. Christiane (Texthase Online)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s