Karriere & Kommunikation: Lovelybooks

Guten Tag in die Buchmacherrunde,

mit Lesern und Kollegen auf Augenhöhe online zu kommunizieren, die eigenen Lesefrüchte und Bücher vorzustellen und sich an Diskussionen über Literatur zu beteiligen ist eine ausgezeichnete Idee. Man lernt dabei und macht Werbung nicht nur für die selbstverfassten Werke. Dafür gibt es Literaturforen im Web. Sehr bekannt und beliebt ist http://www.lovelybooks.de.

Angemeldet habe ich mich im Juni 2015, nachdem mein erstes Buch, Orca: Zeit der Schatten, herausgekommen war. Ich wollte mich auch als Autorin anmelden, hatte auch die erforderliche Mail an die Moderation geschickt. Und bekam die folgende Antwort: …“Wir nehmen in das Autorenprogramm im Moment nur Autoren auf, die für ihre Buchveröffentlichung weder etwas bezahlen mussten (sowohl einmalige finanzielle Zuzahlungen, als auch Druckkostenzuschüsse oder Mindestabnahmen fallen darunter) noch im Selfpublishing veröffentlichen. Im Interesse unserer Leser sollen auch gewisse Mindestanforderungen an die Bücher gesichert werden; So ist es wichtig, dass z. B. ein Lektorat in Anspruch genommen wurde, welches der Verlag finanziert. Leider können die Leser und wir vom Team dies nicht für jedes einzelne Buch prüfen. Die einzige Gewährleistung, die uns zur Verfügung steht, ist die Prüfung durch einen namhaften Publikumsverlag. Dort erhält das Buch garantiert ein Lektorat und die Veröffentlichung in einem solchen Verlag zeigt auch, dass das Buch mehrere Mitarbeiter des Verlags so überzeugt hat, dass man dort bereit war, einen Vorschuss an den Autor zu zahlen. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass Bücher, die nicht in einem solchen Verlag veröffentlicht wurden, nicht auch sehr gut sein können. Wir haben nur leider nicht die Möglichkeit, dies für jedes einzelne Buch zu prüfen und verlassen uns deshalb auf die Veröffentlichungen in einem wie eben beschriebenen Verlag.

Wir suchen jedoch laufend nach weiteren Möglichkeiten, um auch Autoren aufnehmen zu können, die nicht in einem klassischen Verlag veröffentlichen. Derzeit besteht eine Kooperation mit neobooks.com und Books on Demand. Autoren, die bei neobooks.com und BOD veröffentlichen und die bereits in einem relevanten Umfang ihre Bücher verkaufen, bekommen auf Wunsch automatisch den Autoren-Status bei LovelyBooks. An weiteren Kooperationen mit Selfpublishing-Plattformen arbeiten wir.

Wir bitten Sie daher um Verständnis. Mit Ihrem normalen Mitgliedsprofil können Sie aber ebenfalls alle Möglichkeiten bei LovelyBooks nutzen, um Ihre Bücher zu bewerben – etwa das Starten einer eigenen Leserunde zu Ihrem Buch. Gerne kann ich auch auf der automatisch erstellten Autorenseite ein Autorenfoto und eine Vita hochladen, wenn Sie mir diese zusenden.

Ich hatte diese „Abfuhr“ und Lovelybooks überhaupt vergessen, bis ich am Donnerstag folgenden Artikel, in dem auch diese Standardantwort auf Anfragen von Autoren, deren Bücher nicht genau dem Konzept entsprechen, stammt:

https://ulrics1.wordpress.com/2014/12/08/lovely-books-diskriminiert-selfpublisher/. Wieder an diese Episode erinnert, kamen mir auch die Gedanken und Fragen wieder in den Sinn, die ich vor einem Jahr hatte. So fragte ich mich damals, was denn ein „relevanter Umfang“ bezogen auf Buchverkäufe ist. Ich erinnerte mich, dass ich seiner Zeit mit den Eingabeformularen nicht zurecht gekommen war. So war es mir nicht gelungen, eine Leserunde zu starten. Dann habe ich gestern gelesen, dass Selfpublisher, die dem Konzept von Lovelybooks nicht entsprechen, eine andere Kennzeichnung bei ihrem Profil haben. Bei ihrem Profil befindet sich ein Kästchen. Dagegen erhalten Autoren, die bei einem Publikumsverlag, Bod oder http://www.neobooks.com veröffentlichen, eine Feder.

Ich dachte gestern Nachmittag: „Du kannst es ja noch einmal versuchen!“ Das Ergebnis war enttäuschend. Und ich denke darüber nach, ob ich eine Mail an die Redaktion schreiben soll, um auf das Thema Barrierefreiheit hinzuweisen. Gern hätte ich eine Leserunde zumindest für eines meiner Bücher angeboten. Denn ich bin nicht so kleinlich, dass ich die Möglichkeiten, die mir immerhin offen stehe, nicht nutze, obwohl es ja ein „unangenehmes Geschmäckle“ hat, dass es eine „Zweiklassengesellschaft“ von Autoren in der Gemeinschaft von Lovelybooks gibt.

Mir persönlich sind Rezensionen, Buchverlosungen und die Veranstaltung von Leserunden zwar nicht möglich. Aber ich habe eine Bibliothek, in der inzwischen 17 Bücher stehen, angelegt. Auch die Bewertung von Büchern ist im Blindflug nicht komfortabel, da die Links mit den Sternen umbeschriftet sind. Aber, wer nachschaut, was ich lese, sollte wissen, dass ich nur Bücher, die mir richtig gut gefallen, in mein Regal stelle. – „Nur die Harten kommen in den Garten!“ – alle anderen werden gar nicht erst eingestellt.

Die Gemeinschaft von Lovelybooks ist allen Lesern und Autoren zu empfehlen, die einen vielseitigen Meinungsaustausch über Bücher im Web lieben, die sich von den oben genannten Einschränkungen nicht abschrecken lassen, die es nicht stört, sich auf einen „Ableger“ eines großen Spielers im Buchmarkt, der Holzbrinkgruppe, einzulassen, die keine Seheinschränkung haben, die Zusatzprogramme mit Großschrift, Sprache oder Braille erforderlich macht. Der Fairness halber muss ich natürlich erwähnen, dass Onlineforen für sehbehinderte und blinde Computernutzer allgemein schwer bis gar nicht zu bedienen sind. Wenn ich wirklich Leserunden mit Hilfe moderner Medien machen möchte, muss ich mir wirklich selbst etwas einfallen lassen! #missbilligend

Ich wünsche Euch einen sehr guten Erfahrungsaustausch über Literatur!

Liebe Grüße

Paula Grimm

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Autor: Texthase Online

Diesen Blog führe ich seit dem 16. November 2012. Als Autorin benutze ich das Pseudonym Paula Grimm. In diesem Blog findet Ihr nicht nur Prosatexte, Haikus und Essays sondern auch Wissenswertes über das Schreiben, Barrierefreiheit, Internetshops und Webseiten, die ich bei meinen Streifzügen durch das Web finde und alles, was mich privat und beruflich interessiert. Christiane (Texthase Online)

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