Orca: Zeit der Schatten bald auch als Punktschriftausgabe! :)

Guten Tag,

den Artikel darüber, dass mein Roman mit dem Titel Orca und dem Untertitel Zeit der Schatten, am 08. März einen kleinen Geburtstag hatte, habe ich am Montagabend in die Buchmacherkladde gestellt. Dieser Beitrag steht direkt unter diesem Post. Mit dem aktuellen Artikel möchte ich die Buchmenschen, die diesen Blog lesen, an meiner Freude darüber teilhaben lassen, dass mein Buch in der nächsten Zeit auch in Punktschrift verfügbar sein wird, denn am 08. März erhielt ich eine Anfrage, ob ich mit der Aufnahme meines Romans in den Katalog des Bit-Zentrums in München einverstanden bin. Ich bedanke mich bei Frau Sanchez vom Windsor-Verlag, die ebenfalls ihre Zustimmung gegeben hat.

Dass ich als Leserin und Autorin kulturtechnisch in der Punktschrift nach Louis Braille zuhause bin, ergibt sich u. a. daraus, dass ich vollblind zur Welt gekommen bin. Dazu habe ich mich zum Beispiel in dem Beitrag sechs Punkte für sechs Punkte geäußert, den Ihr unter

http://texthaseonline.com/2012/12/09/sechs-punkte-fur-sechs-punkte-09-12-1879-anerkennng-der-brailleschrift-als-blindenku-lturtechnik/ lesen könnt. Und trotz einiger Probleme, die dazu führen, dass viele blinde Menschen keinen Zugang zur Punktschrift haben, erweist sich die Brailleschrift gegenwärtig immer noch als besonders wichtig für die Bildung und das Selbstverständnis blinder Menschen. Und sie hat sich als flexibel und entwicklungsfähig erwiesen. Wie zeitgemäß und wandelbar diese Kulturtechnik ist, zeigt sich u. a. daran, wie sie vollblinden Menschen bei der Arbeit am Computer hilft. Davon handelt der folgende Beitrag: http://texthaseonline.com/2013/01/25/braillezeilen-oder-wie-punktschrift-am-computer-funktioniert/. Dieser Artikel ist mit einem Beitrag von Wikipedia verlinkt, in dem eine Braillezeile für einen Computerarbeitsplatz abgebildet ist.

Für Punktschriftleser drucken mehrere Punktschriftverlage und -druckereien Punktschriftbücher, die wie Druckausgaben in Schwarzschrift in unterschiedlichen Formaten gedruckt werden. Mehrere Verlage, z. B. die Zentralbücherei für Blinde in Leipzig, verfügen über eine Leihbücherei, bei der Leser Bücher zur Ausleihe bestellen können und diese in speziellen Bücherkisten per Post zugestellt bekommen. Blinde, die bestimmte Werke für den Privatgebrauch in Punktschrift benötigen, können diese Literatur ausdrucken lassen. Auf diese Weise können Blinde Lehrmaterial erhalten, das für sie eingescannt, bearbeitet und ausgedruckt wird. So habe ich mein eigenes Buch im Sommer 2015 in Punktschrift ausdrucken lassen, nicht nur, um es selbst in die Hand nehmen zu können, sondern auch, um bei Bedarf selbst eine Lesung durchführen zu können.

Von Ende des 19. Jahrhunderts bis weit in das 20. Jahrhunderts wurden Punktschriftbücher mit so genannten Punziermaschinen gedruckt. Aber auch in die Herstellung von Punktschriftbüchern hat die Computertechnik Einzug gehalten. Der Ausdruck erfolgt mit speziellen Druckern, die ein- und/oder beidseitig drucken können. Unter dem folgenden Link findet Ihr einen Beitrag, in dem einer der geläufigsten Drucker als Graphik zu sehen ist. Um Geld zu sparen, werden inzwischen sehr viele Bücher in einem handelsüblichen Ordner zum Kauf angeboten. Blinde, für die ein Buch in Brailleschrift umgesetzt wird, müssen die Druckkosten und die Aufwendungen für die Umsetzung bezahlen. Wenn ein Buch in einen Katalog aufgenommen wurde, entstehen dem Käufer immerhin noch die Druckkosten.
Ursprünglich hatte ich vor, Orca: Zeit der Schatten, auch bei einem Punktschriftverlag zu veröffentlichen. Doch es ist ja erst mein erstes Buch. Und der Verlag, in dem die Ebooks und die Druckausgabe publiziert wurden, ist offensichtlich nicht bekannt genug. Aus diesem Grund freut es mich umso mehr, dass der Mitarbeiter des Bit-Zentrums, der die Übertragung für mich vorgenommen hat, auf mich zugekommen ist, ob ich mein Einverständnis für die Aufnahme in den Buchkatalog gebe.
Einen Eindruck davon, welche unterschiedlichen Buchformate es gibt, könnt Ihr in dem folgenden Video, dass ich aus Freude darüber, dass mein Buch in einem weiteren Format erscheint, gestern gedreht habe:
https://plus.google.com/u/0/b/102961682298100483806/photos/102961682298100483806/albums/6260171415665823921/6260171419385270626?pid=6260171419385270626&oid=102961682298100483806. Jetzt fehlt wirklich nur noch das Hörbuch! 😉
Ich wünsche viel Vergnügen beim Hören und lesen von Büchern in unterschiedlichen Formaten und viel Erfolg beim Büchernachen!

Liebe Grüße

Paula Grimm
P.S.: Wer sich für Buchmacher von Punktschriftbüchern interessiert und die Buchmesse in Leipzig besucht, kann sich am Stand der deutschen Zentralbücherei für Blinde informieren.

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Einladung für Buchmenschen

Hiermit lade ich alle Buchmacher und Menschen, die sich für alles rundum die Erstellung von Büchern interessieren ein in diesem Blog zu stöbern und ihm zu folgen! Nein Autorenname ist Paula Grimm, ich schreibe Prosatexte unterschiedlicher Art und interessiere mich für alles, was mit Büchern zu tun hat. Bezüglich der Buchformate, die gegenwärtig verfügbar sind, habe ich keine Scheuklappen. Aus diesem Grund wird es hier in der Buchmacherkladde Artikel über Druckausgaben, Ebooks unterschiedlicher Formate und um Hörbücher geben. Menschen machen Bücher. Daher möchte ich besonders gern Menschen, die Bücher machen und ihre Projekte vorstellen. Wer ein eigenes Buchprojekt und/oder sich und seine Arbeit vorstellen möchte, kann sich jeder Zeit an mich wenden. Über die Art der Präsentation werden wir uns sicherlich schnell einig. Auch, wenn es darum geht, bereits vorhandene Beiträge in diesem Blog einzustellen, ist das möglich. Wer professionell mit der Buchmacherkladde kooperieren möchte, kann sich ebenfalls an mich wenden. Allerdings werde ich nicht allzu viele Posts mit Werbung in den Blog aufnehmen, da dieses Projekt kein ausschließlicher Werbeblock werden soll. Zu den Möglichkeiten der Einstellung von Werbeanzeigen wird es in nächster Zukunft einen speziellen Beitrag geben.

Ein Thema kann und will ich den Lesern dieses Blogs nicht ersparen, das sind Aspekte der Barrierefreiheit von Büchern, Buchläden, Buchbloss, Onlineshops etc. Da ich selbst vollblind bin, begleitet mich dieses Thema auf Schritt und Tritt auch und gerade bei der Suche nach Lektüre, bei der Erstellung eigener Bücher und nicht zuletzt beim Lesen selbst. Es wird in der Buchmacherkladde also häufiger Erfahrungsberichte über Shops, andere Internetportale und über Ebooks geben, die sich mit der Frage nach der Barrierefreiheit befassen. Es gibt diesbezüglich viele Positiv- und Negativbeispiele. Und für Buchmacher ist es interessant, dass sich gezeigt hat und immer wieder zeigt, dass die Details, die Barrieren bei der Nutzung von Büchern und dem, was dazu gehört, meist recht einfach abzustellen sind.

Es gibt zwar sehr viele Blogs und andere Webseiten, in denen Buchrezensionen eingestellt werden. Aber die eine oder andere Buchvorstellung und vor allem Hinweise auf interessante Blogs und Shops mit Rezensionen wird es auch in der Buchmacherkladde geben.

Bücher und Buchmacher brauchen nicht nur interessante Orte, um sich und ihre Bücher zu präsentieren. Auch Buchzeiten in der Kombination mit interessanten Orten sind wichtig. Also dürfen Veranstaltungshinweise für Buchevents nicht fehlen. Lesungen und Literaturgespräche, die online im Radio auf überregionalen Messen und Buchevents angeboten werden, haben in diesem Blog auf jeden Fall auch ihren Platz.

Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim Stöbern in diesem Blog, bei der Lektüre interessanter und unterhaltsamer Bücher und viel Erfolg und Freude bei der Erstellung Eurer Buchprojekte!

Liebe Grüße

Paula Grimm