Sinnvolle Preispolitik bei selbstveröffentlichten Büchern?

Guten Tag in die Buchmacherrunde,

die Themen für diesen Blog liegen in meinem Postfach! Das liegt wahrscheinlich hauptsächlich daran, dass ich inzwischen viele Autoren- und Buchblogs folge. So landete vor ungefähr einer stunde auch der Beitrag von Nina C. Hasse in meinem Posteingang, der sich mit dem Thema Preisaktionen für Bücher befasst. Unter dem folgenden Link findet Ihr die fünf Gründe, warum Nina keine Preisaktionen für ihre Bücher macht:

https://ninahasse.wordpress.com/2016/07/16/5-gruende-warum-ich-keine-preisaktionen-mache/.

Bevor ich auf die Frage eingehe, ob und wie sinnvoll Preisaktionen sind, befasse ich mich in diesem Post zunächst mit Grundgedanken zur Preisgestaltung an sich.

Viele Selfpublisher bringen ihr Buch zunächst als Ebook heraus. Sie nutzen dabei die Möglichkeit der Buchportale, den Preis selbst zu bestimmen. Selfpublisher sollten die Angaben der Portale zum Thema Preisgestaltung auf jeden Fall sorgfältig lesen. Nicht nur, da in diesen Erläuterungen Informationen zur Bezahlung für den Autor ausgeführt werden. Dort findet man auch Hinweise auf Möglichkeiten von Preisaktionen, die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sind. So finden Autoren bei der Einstellung des Preises bei http://www.neobooks.com den Hinweis, dass Selfpublisher, die den Preis ihres Buches auf 0,00 € festlegen, diese Preisangabe nicht mehr verändern können. Das ist ein wichtiger Aspekt für Autoren, die darüber nachdenken, den ersten Teil einer Serie als Kostprobe für weitere Folgen ihrer Geschichte zumindest für längere Zeit kostenfrei anzubieten.

Wer sein Buch vielleicht oder auf jeden Fall auch als Druckversion publizieren möchte, sollte den Angaben zur Preisgestaltung ebenfalls Aufmerksamkeit schenken. Nicht selten gibt es eine Kopplung von Ebook- und Printbuchpreis. Das war und ist möglicherweise immer noch bei http://www.epubli.de der Fall.

In den Hinweisen zur Preisgestaltung bei Kindle Direct Publishing wird bezogen auf die Verdienstmöglichkeiten darauf hingewiesen, dass Ebooks, die 0,99 € kosten, nicht mit 70% vergütet werden können. Die Zeiten, in denen Services für Selfpublisher fast alle Tantiemen von 70% des Nettopreises angeboten haben, sind ohnehin vorbei.

Wie ist aber eine sinnvolle Preisgestaltung möglich? Sinnvoll ist ein Preis, bei dem die Aspekte Arbeitsaufwand und Bezahlbarkeit gegeben ist. Zum Arbeitsaufwand, den man berücksichtigen sollte, gehört auch bei Ebooks die Zeit und Mühe, die der Autor oder die Autorin aufgewendet hat und natürlich die finanziellen Aufwendigen, für Korrektorat und Lektorat sowie für die Covergestaltung. Gerade die Kosten für Korrekturen und Lektorat zeigen, dass es sinnvoll ist, den Umfang eines Ebooks mit dem erhobenen Preis im Zusammenhang zu betrachten. Denn bezogen auf den Aufwand werden Korrektur und Lektorat von umfangreicheren Ebooks höher sein als für eine längere Kurzgeschichte.

Selbstverständlich möchten Autoren Ausgaben zurückerstattet bekommen und für ihre Arbeit bezahlt werden. Aus diesem Grund lohnt es sich bei der Festlegung des Ebookpreises durchzurechnen, wie viele Ebooks verkauft werden müssen, um nicht nur das Geld einzunehmen, das man selbst im Voraus bezahlt hat sondern auch, um etwas zu verdienen. Wenn man dabei aber auch berücksichtigt, dass das Ebook für möglichst viele Leser der Zielgruppe bezahlbar sein sollte, muss man als Autor Geduld haben. Denn es werden jeweils mehrere Hundert Exemplare verkauft werden müssen, bevor man „Gewinn“ macht.

Nina wird ihren Roman, ersticktes Matt, für 3,99 € anbieten. Ich habe den Preis für den Felicitasroman ebenfalls auf 3,99  € festgesetzt. Ich habe mich für folgende Vorgehensweise entschieden. Die Sammlungen mit Kurzprosa, die ich nach und nach herausgeben will, werden jeweils 0,99 € kosten. Prosatexte bis zu einem Umfang von 200 Seiten werden fü 2,99 € angeboten. Umfangreichere Werke werden nicht mehr als 4,99 € kosten. Nachdem ich den Beitrag von Nina C. Hasse gelesen habe, bin ich auf die Idee gekommen, einen Zwischenschritt einzubauen. Indem ich Ebooks, die weniger als 500 Seiten stark sind, für 3,99 € anbiete. Den Preis für Orca: Zeit der Schatten, hat der Verlag festgelegt. Der Ebookpreis von 6,99 € ist einer der Gründe für mich, warum ich mich dazu entschlossen habe, in Zukunft selbst zu veröffentlichen. ich verstehe die Verlage bezogen auf ihre Preisgestaltung und habe auch schon Ebooks für 9,99 € oder noch etwas mehr gekauft. doch ich bin der Meinung, dass den geringeren Herstellungskosten von Ebooks stärker beim Endpreis Rechnung getragen werden sollte.

Und jetzt möchte ich mich doch mit den Preisaktionen befassen. Im oben genannten Beitrag wird beschrieben wie sehr sich die Absichten, die mit einer Tiefpreisaktion oder Gratisangeboten verbunden waren, verkehrt haben. So werden Preisaktionen nicht mehr genutzt, um günstig Rezensionsexemplare zu bekommen, sodass sinnvolle Werbeaktionen daraus werden, von denen Autoren, Rezensenten und Leser Vorteile haben. Bei vielen „Nullrunden“ kommt nicht eine Rezension oder Bewertung zu Stande. Viele Nutzer sind mit ihren Ebookreadern nicht im Lesemodus sondern nur im Horungsmodus. Wie kann man Downloader zu Lesern machen? Mit Preisaktionen geht es auf jeden Fall nicht oder nicht mehr. Und der Eindruck, dass die Flut der Preisaktionen zum Preisdumping beiträgt, ist mit Sicherheit nicht falsch. Aus diesem Grund kann zumindest ich verstehen, warum es Autoren gibt, die keine Preisaktionen mehr anbieten. Und der Artikel von Nina hat mich hellhörig gemacht, was Preisaktionen betrifft, aber auch, was die sorgfältige Preisgestaltung angeht.
Ich wünsche Euch allen viel Erfolg mit Euren Ebooks und den Printversionen!

Liebe Grüße

Paula Grimm
P. S.: Hier kommt der Link zu meiner Autorenseite bei Amazon, auf der Ihr auch meine beiden Bücher findet:

http://www.amazon.de/-/e/B00KOR0UUY <http://www.amazon.de/-/e/B00KOR0UUY>.

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Zum Thema Nutzung von Amazon

Guten Tag,

das Unternehmen Amazon spaltet Onlinekunden und Kreative in ähnlicher Weise. Man ist für oder gegen den Webgiganten aus den Vereinigten Staaten. Obwohl ich kein absoluter Anhänger des Portals bin und mich auch nicht in die Reieh der absoluten Gegner einordnen lasse, möchte ich mich in diesem Beitrag zu Amazon äußern, weil die Diskussion über den Global Player für Selfpublisher und andere Buchmenschen wichtig ist.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich mir Gedanken über Amazon mache. Hier findet Ihr einen Link zu einem Artikel meines Hauptblogs aus dem Jahr 2014:

https://texthaseonline.com/2014/08/13/texthase-online-zum-thema-zusammenarbeit-und-bestellungen-bei-amazon/.

Das Fazit, das ich im oben genannten Post gezogen habe, gilt nach wie vor. Inzwischen kaufe ich bei Amazon nur noch Ebooks, da ich diese mit der Kindleapp auf meinem iPhone bequem lesen kann, und da es manche Ebooks nur bei Amazon gibt. Allerdings nutze ich für die Lektüre von elektronischen Büchern nicht nur Amazon. Manche Nachteile, die ich im oben genannten Beitrag erwähnt habe, sind nah wie vor aktuell. Dazu gehören auch solche, die andere Onlineportale ebenfalls aufweisen. Ein Beispiel für derartige Onlineunsitten ist, dass man überdies Smartphoneapps, mit denen man digitale Inhalte hören oder lesen kann, nicht kaufen kann.

Wie in den beiden Artikeln von Gestern und Vorgestern zu lesen war, habe ich inzwischen auch taufrische Erfahrungen mit Amazon bezogen auf die Veröffentlichung eigener Bücher. Hierzu lautet mein Fazit, dass man gut und einfach Ebooks auf Amazon erstellen kann. Das ist auch im Blindflug möglich. Da Amazon aber Gott sei Dank immer noch kein Monopol hat, und da es andere gute Möglichkeiten zur Publikation von Ebooks gibt, werde ich auch für mein neuestes Buch nicht auf Gedeih und Verderb und erst recht nicht für immer und ewig bei KDP-Select exklusiv angemeldet bleiben. Wahrscheinlich werde ich beizeiten den ersten Band des Felicitasprojekts bei http://www.epubli.de einstellen.

Selbstbewusste Konsumenten und Kreative, die die Vielseitigkeit der Onlineangebote in ihrem eigenen Interesse verwenden und sich nicht auf diese Mentalität, wer nicht absolut für uns ist, ist absolut gegen uns, einlassen, erhalten Vielfalt und verhindern Monopolisierung. Gemeinsam sind wir stark! 😉

Liebe Grüße

Paula Grimm

Steglitz meint! – Begegnungsstätte mit interessanten Menschen und Fundort für vielseitige Bücher

Guten Tag,

im Netz ist man nie allein und meist nicht der oder die Einzige, die sich für eine Sache stark macht. Diese Einsichten schützen allerdings vor Individualität nicht. Ein Blog, dem ich schon längere Zeit folge, bietet auf ganz eigene Weise das, worum es in der Buchmacherkladde geht, Vorstellungen von interessanten Buchmenschen und ihrem einzigartigen Einsatz bei der Erstellung von Büchern. Auf https://steglitzmind.wordpress.com/ stellt Gesine von Prittwitz Kleinverlage und ihr Programm, unabhängige Buchhändler und ihre Läden, bibliophile Blogger und ihre Auftritte im Web etc. vor. Da die Artikel des Blogs ausschließlich Interviews mit den unterschiedlichen Buchmachern und den anderen Buchmenschen enthalten, bekommen Leser einen lebhaften Eindruck von den vorgestellten Buchpersönlichkeiten und ihren Projekten. Auch durch die angewendete Artikelform des Interviews ist der Blog eine vielseitige und besonders interessante Lektüre, an der vor allem Leser Freude haben, die ein starkes Interesse an den Menschen haben, die sich für Bücher engagieren, und die auch gern in die „Hinterhöfen“ des Literaturbetriebs schauen möchten. Derzeit ist es im Blog zwar recht ruhig geworden. Aber im Verlauf der Zeit, die seit der Erstellung des vielseitigen Buchblogs vergangen ist, konnte die Autorin eine vielseitige Sammlung von Artikeln rund um Bücher und Buchmarkt präsentieren. Ich wünsche viel Vergnügen beim Stöbern nach besonderem Lesefutter von besonderen Verlagen und nach speziellen Orten für Bücher, die sich möglicherweise direkt in Eurer Nähe befinden! Für Autoren ist Gesine von Pritt auch deshalb eine interessante Ansprechpartnerin, da sie in ihrem Unternehmen Prittwitz & Partner mit Sitz in Steglitz als Lektorin und Beraterin führte Öffentlichkeitsarbeit für Schriftsteller ist.

Liebe Grüße

Paula Grimm

Buchbesprechungen bei Paula Grimm in Auftrag geben

Guten tag,

die Buchmacherkladde ist auf mittlere und lange Sicht auch dazu da, freiberuflich durchzustarten. Aus diesem Grund stelle ich auch Services vor, die ich für Autoren und Advertiser aus allen Bereichen des Buchwesens anbieten möchte. Ich arbeite gern, aber ich bemühe mich auch unnötige Aufgaben zu vermeiden. Daher weise ich in diesem Beitrag auf den Artikel aus meinem Hauptblog hin, in dem ich über das Thema Rezensionen geschrieben habe. Ihr findet den Beitrag unter

http://texthaseonline.com/2015/11/11/wie-die-paula-rezensiert-und-rezensieren-lasst/. Ich freue mich auf interessante Bücher, die ich für Autoren, Selfpublisher oder Verlage rezensieren darf!

Liebe Grüße

Paula Grimm

Einladung für Buchmenschen

Hiermit lade ich alle Buchmacher und Menschen, die sich für alles rundum die Erstellung von Büchern interessieren ein in diesem Blog zu stöbern und ihm zu folgen! Nein Autorenname ist Paula Grimm, ich schreibe Prosatexte unterschiedlicher Art und interessiere mich für alles, was mit Büchern zu tun hat. Bezüglich der Buchformate, die gegenwärtig verfügbar sind, habe ich keine Scheuklappen. Aus diesem Grund wird es hier in der Buchmacherkladde Artikel über Druckausgaben, Ebooks unterschiedlicher Formate und um Hörbücher geben. Menschen machen Bücher. Daher möchte ich besonders gern Menschen, die Bücher machen und ihre Projekte vorstellen. Wer ein eigenes Buchprojekt und/oder sich und seine Arbeit vorstellen möchte, kann sich jeder Zeit an mich wenden. Über die Art der Präsentation werden wir uns sicherlich schnell einig. Auch, wenn es darum geht, bereits vorhandene Beiträge in diesem Blog einzustellen, ist das möglich. Wer professionell mit der Buchmacherkladde kooperieren möchte, kann sich ebenfalls an mich wenden. Allerdings werde ich nicht allzu viele Posts mit Werbung in den Blog aufnehmen, da dieses Projekt kein ausschließlicher Werbeblock werden soll. Zu den Möglichkeiten der Einstellung von Werbeanzeigen wird es in nächster Zukunft einen speziellen Beitrag geben.

Ein Thema kann und will ich den Lesern dieses Blogs nicht ersparen, das sind Aspekte der Barrierefreiheit von Büchern, Buchläden, Buchbloss, Onlineshops etc. Da ich selbst vollblind bin, begleitet mich dieses Thema auf Schritt und Tritt auch und gerade bei der Suche nach Lektüre, bei der Erstellung eigener Bücher und nicht zuletzt beim Lesen selbst. Es wird in der Buchmacherkladde also häufiger Erfahrungsberichte über Shops, andere Internetportale und über Ebooks geben, die sich mit der Frage nach der Barrierefreiheit befassen. Es gibt diesbezüglich viele Positiv- und Negativbeispiele. Und für Buchmacher ist es interessant, dass sich gezeigt hat und immer wieder zeigt, dass die Details, die Barrieren bei der Nutzung von Büchern und dem, was dazu gehört, meist recht einfach abzustellen sind.

Es gibt zwar sehr viele Blogs und andere Webseiten, in denen Buchrezensionen eingestellt werden. Aber die eine oder andere Buchvorstellung und vor allem Hinweise auf interessante Blogs und Shops mit Rezensionen wird es auch in der Buchmacherkladde geben.

Bücher und Buchmacher brauchen nicht nur interessante Orte, um sich und ihre Bücher zu präsentieren. Auch Buchzeiten in der Kombination mit interessanten Orten sind wichtig. Also dürfen Veranstaltungshinweise für Buchevents nicht fehlen. Lesungen und Literaturgespräche, die online im Radio auf überregionalen Messen und Buchevents angeboten werden, haben in diesem Blog auf jeden Fall auch ihren Platz.

Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim Stöbern in diesem Blog, bei der Lektüre interessanter und unterhaltsamer Bücher und viel Erfolg und Freude bei der Erstellung Eurer Buchprojekte!

Liebe Grüße

Paula Grimm